Der 11. Kirmesmarkt kommt mit reichhaltigem Angebot!

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Info für Standbesitzer:
Sie bezahlen bei uns keine Standgebühren!
Anreise ab 5:00 Uhr möglich oder nach Vereinbarung. Ab 8:00 Uhr Frühstück im Festzelt

Das Angebot für 2011

- Pfannen und Töpfe
- Lederwaren
- Schürzen und Kittel
- Geschenkartikel
- Mediterrane Feinkost
- Vorwerk
- Junge Mode
- Karten, Uhren, Spielwaren
- Strickmoden
- Strumpfwaren
- Tee, Gewürze, Bonbons
- Holzartikel, Kurzwaren, Bürsten
- Crepes
- Blumen und Weine
- Handarbeiten

Zusätzlich zum Markt:
- Imbiss, Pavillon, Toilette
- Schausteller mit Kinderkarussell

ab 14:00 Uhr:
Kaffee und Kuchen im Zelt!

Zur Eröffnung des Kirmesmarktes um 11:00 Uhr kommt der Hachen- burger Gambrinus zum Fassanstich

Aber wer war Gambrinus?

Der französische Erzähler Charles Deulin (1827-77), ein Sohn Flanderns aus Code an der
Schelde, hat die Gambrinussage vor über hundert Jahren in seinen "Contes d`un Buveur de Biere"(Erzählungen eines Biertrinkers) niedergeschrieben, wobei sich, wie bei allen Märchen, Dichtung und Wahrheit vermischen.

Schauplätze der Handlung sind im wesentlichen die Orte Fresnes, Conde, Douai, Cambrai, Saint-Amand und Valenciennes im französisch-belgischen Grenzgebiet, das zu jener Zeit noch teils unter niederländischer Herrschaft stand.
Es ist die Geschichte der unerwiderten Liebe des blonden Glaser-Lehrlings Gambrinus (frz.Gambrinus) zum blonden Edelfräulein Flandrine, der Tochter seines Meisters (alle Glasbläser waren damals von Geburt Edelleute), die ihn auf seltsame Pfade führt und schließlich zum Bierkönig werden läßt.

Als er sich aus Liebeskummer im Wald von Odomez bei Fresne (gesprochen:Frän) erhängen will, erscheint ihm der Beelzebub und verhilft ihm im Tausch gegen seine Seele zu großem Ansehen und Reichtum. Ob beim Musizieren,beim Ballspiel ( Jeu de Paume) oder beim Finken-Sänger-Wettbewerb, Gambrinus gewinnt bis zum Überdruß und häuft eine Menge Geld und Gold an. Allein seiner Angebeteten kann er damit nicht imponieren, da sie ihn nach wie vor wegen seiner niedrigen Abstammung verschmäht. Der Teufel rät dem Verzweifelten nun, seinen Kummer im Wein zu ertränken.

Doch seltsamerweise läßt dieses Getränk seine Liebesglut nur noch stärker brennen. Als für Gambrinus der Qualen genug sind und er endgültig zum Strick greifen will, macht ihn der Teufel mit der wundersamen Wirkung des "flämischen Weins" vertraut, der ihn Flandrine vergessen lassen soll. In der Vision zeigt Beelzebub ihm eine Hopfenplantage mit einer riesigen Bierbrauerei und erklärt ihm die Kunst des Bierbrauens. Dazu lehrt er
ihn die Kunst des Glockenspiels, das seitdem nicht nur in Saint-Armand große Berühmtheit erlangte. Mit dem magischen Geläut seines in Fresnes erbauten Glockenturms verhext er die Bewohner (die ihn einst mit Hilfe des bestechlichen Richters Jocko verjagt hatten), und läßt sie so lange tanzen, bis sie erschöpft nach dem von ihm gebrauten, aber zunächst verschmähten Bier verlangen.

Die neue Braukunst verbreitet sich nun in der ganzen Region und weit darüber hinaus. Es
entstehen Bierkneipen und es kommt zu regelrechten Trinkerwettbewerben mit Krönung des Bierkönigs. Zur Belohnung wird der Erfinder des Hopfengebräus vom König der Niederlande zum Herzog von Brabant (Provinz um Brüssel) , Graf von Flandern und Herr von Fresnes ernannt. Den Titel, den er jedoch allen anderen vorzieht, ist "Bierkönig" und er gründet die Stadt, die heute noch seinen Namen trägt: Cambrai. Die Bierschoppen, die er nun in steigendem Maße konsumiert, lassen ihn gewaltige Leibesfülle annehmen und die nun heiratswillige Flandrine nicht einmal erkennen. Als Beelzebub schließlich durch den inzwischen verstorbenen Richter Jocko , als Abgesandten der Hölle, nach dreißig Jahren seine Seele einfordert, schlägt Gambrinus ihm ein Schnippchen. Erst macht er Jocko so betrunken, daß er sich schämt in die Hölle zurückzukehren und in derleeren Geldbörse eines Bettlers Zuflucht sucht (vergleiche das französische Sprichwort: "il a le diable dans bourse"). Als Beelzebub dann persönlich erscheint, findet er an anstelle seines Schuldners nur noch ein Bierfass vor. In der Folge feiert man namentlich in den Städten Douai und Cambrai "La Fe`te du Vieux Gayant", "das Fest des alten Riesen", wobei eine riesige Weidenpuppe zur Erinnerung an den Bierkönig durch die Straßen getragen wurde. Doch der Brauch verblaßte. "Die Tradition, ein Bierfest mit einem Bierkönig (Bacchus du houblun (Hopfen)") zu feiern, lebte dann später vor allem in Preußen fort", merkt der Erzähler, Charles Deulin, an. Historisch gesehen, so der Kommentar des Herausgebers des Werks von Deulin, G.Blondel, standen bei der Entstehung der legendären Person des Gambrinus zwei Burgunder Pate: Jean Premier (zu Cambrinus), Herzog von Burgund und Brabant, der oft auf einem Faß sitzend dargestellt wird, und zum anderen sein Sohn namens Jean Sans-Peur (Johann ohne Furcht,1371-1419), der die Stammwürze beim Bierbrauen als Erster durch den billigeren (weil nicht dem Zoll der Kirche unterliegenden) Hopfen ersetzt haben soll. Er begründete auch den Hopfen-Orden (ordre du houblon) um seine Untertanen von der Bedeutung zu überzeugen, die er diesem beimaß.